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  • Anna-Lena Beck

Karls Geschichte

Aktualisiert: 29. Mai 2019


Am 7. Mai 2017 war ein kalter und regnerischer Tag. Die Lamas und Alpakas waren aber wie immer draussen und liessen sich nichts anmerken. Plötzlich haben wir gesehen, dass Cindy, Karls Mama, am gebären ist.


Sie ist eine erfahrene Mutter, die bereits 3 Junge zur Welt gebracht hat.

Nach langem hin und her ist Karl zur Welt gekommen. Da Lamas und Alpakas in der Regel vormittags und bei sonnigem Wetter gebären wussten wir bereits bei den ersten Anzeichen, dass dieser Verlauf anderst kommt. Wir haben die beiden in ein mit Stroh befülltes Abteil gebracht auf dem Hof, damit sie alleine sein konnten und der Kleine nicht frieren musste.



Wir beobachteten den Kleinen, damals noch namenlosen Kerl eine Weile.. Da es üblich ist gleich bei der Mutter zu trinken und dann das erste Mekonium zu lösen, haben wir vor allem darauf geachtet. Nur leider ging das irgendwie nicht wie geplant...


Karl ist ständig unter seiner Mutter durch gelaufen und hat die Zitzen nicht gefunden. Auch Cindy wurde merklich verzweifelt und wollte ihren Kleinen an den richtigen Ort lenken. Auch unsere Unterstützung war nicht ausreichend.



Wir haben dann mit unserem Tierarzt Kontakt aufgenommen, da wir ja wollten dass es dem Kleinen gut geht.

Der meinte auch, ohne Kolostrum könnt ihr das vergessen. Zudem braucht das Tier ja auch noch jegliche Mineralien und Vitamine die, wie es so sein will, auch nur in der Muttermilch zu finden sind.

Doch der kleine Karl war nicht zu überzeugen.


Mit unterschiedlichen Milchmischungen, Vitaminen, Mineralien haben wir erreicht, dass Karl immerhin seine Tagesdosis an essentiellen Nährstoffen erhalten hat.


Nur war da immer noch ein Problem.. er hatte seit einigen Tagen keinen Stuhlgang und die Gefahr einer Vergiftung stieg mit jedem Tag an.


Unser Tierarzt entschloss sich dann, dem Kleinen den Bauchraum chirurgisch zu öffnen damit wir schauen konnten ob eine Passagestörung vorlag. Karl hat alles super mitgemacht!


Nach der kurzen Allgemeinnarkose und zur Vorbeugung von Wundinfekten musste er die erste Nacht an einem sauberen Ort verbringen.. Das war dann in unserem Wohnzimmer :-D



Er war dann auch am Folgetag schnell wach und unterstützte Anna-Lena kurzzeitig beim Lernen bevor er dann bei der Haustüre wartete, bis Marc ihn abholen kommt.


Die darauffolgenden Tage waren sehr spannend. Karl freute sich bereits auf seine Flasche, welche mit erwärmter Kuhmilch gefüllt war. Morgens um 5 Uhr, mittags, abends und zur Nacht war er bereit wenn Marc oder Anna-Lena mit der Flasche kamen.



Dann, am 5. Juli 2017 als Marc mittags mit der Flasche zur Herde ging sah er etwas das ihn laut loslachen liess...


Karl stand neben Cindy und saugte genussvoll Milch aus ihren Zitzen.. Ja er hat dann noch frech unter ihr hervor geschaut.



Wir haben die intensive Zeit sehr genossen und verzeihen Karl.




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